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DHH841 > FUNK 01.05.15 19:18l 64 Lines 2813 Bytes #999 (360) @ FFL
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Zeitlofs-Roßbach: Kampagne gegen Funkamateur hält unvermindert an
Die Kampagne gegen den Funkamateur Joachim Zinn DF3FF in der bayerischen
Gemeinde Zeitlofs-Roßbach hält unvermindert an.
Unmittelbar gegenüber dem Haus des Funkamateurs haben Anwohner ein neues
großformatiges Plakat angebracht, auf dem skandiert wird: "Solche Mitbürger
wollen wir nicht". Auf einer Grafik werden die Antennen des Funkamateurs unter
anderem im Zusammenhang mit einem Sarg dargestellt. Daneben sind im Ort nach
wie vor zahlreiche gelbe Schilder angebracht, auf denen vor Amateurfunk gewarnt
wird.
Ein Funkfreund, der die aktuelle Situation in einem Videofilm dokumentierte,
wurde eigenen Angaben zufolge während der Dreharbeiten von Anwohnern beschimpft
und aufgefordert, den Ort zu verlassen.
Der Streit schwelt schon seit längerer Zeit. Im Juli 2014 reichten Bewohner des
Ortes eine Liste mit 120 Unterschriften bei der Gemeindeverwaltung ein, in der
sie die Beseitigung der Amateurfunkanlage und die Verhinderung künftiger
Anlagen forderten. Die verängstigten Bewohner glauben, dass die Aussendungen
der Funkanlage gesundheitschädlich sind und für mehrere Krebserkrankungen in
der näheren Umgebung verantwortlich sein könnten. Auch bemängeln sie, dass es
Störungen von technischen Geräten gebe und dass die Antennenanlage das Ortsbild
beeinträchtigen würde (das Funkmagazin berichtete mehrfach).
Ein von der Gemeindeverwaltung initiiertes Gespräch im Januar 2015, an dem auch
Vertreter der Bundesnetzagentur und des DARC teilnahmen, konnte die Situation
nicht entschärfen. Die Bundesnetzagentur bestätigte, dass die Amateurfunkanlage
ordnungsgemäß betrieben wird.
Unterdessen wurden auch die örtliche Presse und der Bayerische Rundfunk auf den
Fall aufmerksam. Bei einem Besuch des Bayerischen Rundfunks in Zeitlofs-Roßbach
waren die Amateurfunk-Gegner nicht zu einem Interview bereit.
Am 11. Februar 2015 errichtete die Bundesnetzagentur auf Betreiben der Gemeinde
eine automatische Messanlage im Ort. Die bisherigen Messergebnisse zeigen, dass
dort die zulässigen Grenzwerte nur zu weit weniger als einem Prozent
ausgeschöpft werden.
Die detaillierten Messwerte können im Internet unter
http://emf3.bundesnetzagentur.de/karte/Default.aspx abgerufen werden
(im Adressfeld den Ort "Zeitlofs Roßbach" eingeben).
Eine umfassende Dokumentation der Vorgänge in Zeitlofs-Roßbach ist im Internet
unter http://osthessenfunk.de/Aktuell/Zeitlofs.html zu finden.
- wolf -
© FM-FUNKMAGAZIN
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Quelle: http://www.funkmagazin.de/010515.htm
73 de Hans!
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