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DHH841 > FUNK     05.06.11 17:33l 66 Lines 2954 Bytes #999 (360) @ BAY
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Read: DDK716 GAST
Subj: Zusammenhang zwischen Handys und Hirntumoren "möglich"
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IARC meint: Zusammenhang zwischen Handys und Hirntumoren "möglich"

Die "Internationale Agentur für Krebsforschung" (IARC) hält einen Zusammenhang
zwischen elektromagnetischen Feldern von Handys und der Entstehung bestimmter
Hirntumore (sog. Gliome und Akustikneurome) für möglich. Dies ist das Ergebnis
einer Studie, die eine Arbeitsgreuppe der IARC vom 24. bis 31. Mai 2011
durchführte.

Untersucht wurden mögliche Auswirkungen elektromagnetischer Felder von

- Radar und Mikrowellen (bei beruflicher Tätigkeit)
- Radio, Fernsehen und schnurlosen Telefonen
- Mobiltelefonen

Während die IARC bei Radar, Mikrowellen, Radio, Fernsehen und schnurlosen
Telefonen mangels ausreichendem Material keine Bewertung vornahm, stufte sie
die Auswirkungen von Mobiltelefonen in die Kategorie "2B" ("möglicherweise
krebserregend beim Menschen") ein.

Diese Kategorie besagt, dass nach Einschätzung der IARC "begrenzte Hinweise auf
krebserregende Wirkung" bestehen. Ein positiver Zusammenhang zwischen der
Exposition durch den untersuchten Wirkstoff und der Entstehung von Krebs wird
von der Arbeitsgruppe für plausibel gehalten, aber Zufall, Verzerrung oder
andere verfälschende Einflüsse (Konfundierung) können nicht mit angemessener
Sicherheit ausgeschlossen werden.

Die IARC führte für ihre Studie keine eigenen Forschungen durch, sondern
stützte sich bei ihrer Bewertung ausschließlich auf die Inhalte bereits
vorhandener Studien. 

Das Bundesamt für Strahlenschutz verwies in diesem Zusammenhang auf sein
"Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm". Dort habe man festgestellt, dass
"nach dem wissenschaftlichen Kenntnisstand zwar keine gesundheitlichen
Beeinträchtigungen durch hochfrequente Felder - etwa aus dem Mobilfunk - zu
erwarten sind, wenn die Grenzwerte eingehalten werden." Allerdings gebe es
"weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich möglicher langfristiger Wirkung
elektromagnetischer Felder auf den Menschen und insbesondere auf Kinder". Für
eine abschließende Bewertung würden "noch keine ausreichend langen
Beobachtungszeiten" vorliegen. 

Die IARC ist eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Seit 1971
hat sie mehr als 900 Wirkstoffe hinsichtlich einer möglichen krebserregenden
Wirkung bewertet. Die Bewertungen der IARC sind nicht unumstritten und werden
von Kritikern mitunter als recht lebensfremd angesehen. So wurden z.B. in
vergangenen Untersuchungen der Genuss von Kaffee (mit Wirkung auf die
Harnblase), der Verzehr von eingelegtem Gemüse asiatischer Art und die Arbeit
in textilverarbeitenden Betrieben ebenfalls als "möglicherweise krebserregend"
eingestuft.

- wolf -

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--

Quelle: http://www.funkmagazin.de/050611.htm

73 de Hans!
 


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