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DHH841 > FUNK 11.01.10 21:05l 129 Lines 6152 Bytes #999 (360) @ BAY
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Subj: Re: DFA kritisiert geplante europäische 12-Watt-SS
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Update vom 10.01.2010:
Auch der Deutsche Arbeitskreis für CB- und Notfunk (DAKfCBNF) hat sich offenbar
mit dem Thema "12 Watt SSB im CB-Funk" befasst. Der Verein gibt auf seiner
Homepage bekannt, dass er selbst "in verschiedenen nationalen Gremien
mitarbeitet, in denen ebenfalls Entscheidungen darüber getroffen werden".
Deshalb habe er "kurzfristig am 05.01.2010 bei den Mitgliedsvereinigungen eine
Umfrage (...) gestartet." Das Ergebnis der Umfrage werde "ausgewertet und als
Eingabe an die zuständigen Stellen weitergeleitet".
73 de Hans!
>From: DHH841 @ DBO841.#NDB.BAY.DEU.EU (Hans)
>To: FUNK @ BAY
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>
>DFA kritisiert geplante europäische 12-Watt-SSB-Regelung
>
>Die Deutsche Funk-Allianz (DFA) hat sich kritisch zu Plänen der CEPT geäußert
>hat, die unter anderem vorsehen, die höchstzulässige Sendeleistung von
>SSB-Aussendungen im CB-Funk europaweit auf 12 Watt (PEP) festzulegen.
>
>Die DFA beruft sich bei ihrer Kritik ausschließlich auf die Meinung ihres
>"Beirats für Recht und Technik", Mathias Czaya. Czaya vertritt u.a. die
>Auffassung, dass es bei einer Heraufsetzung der zulässigen Sendeleistung zu
>Störungen in Geräten der Unterhaltungselektronik und auf den Rückkanälen von
>Kabel-Internet-Betreibern kommen könnte. Auch "Bürgerinitiativen gegen
>Mobilfunkstrahlung" könnten sich gegen CB-Funker wenden. Vermeintliche
>gesundheitliche Beeinträchtigungen würden dann "standortbekannten CB-Funkern
>mit der höheren Sendeleistung angelastet". Ein "neues Problem" sieht Mathias
>Czaya in den "eigenen Standortdaten", die seiner Auffassung nach "im
>Zentral-Kataster der Bundesnetzagentur für jedermann abrufbar sein könnten".
>
>Insgesamt befürchtet die DFA,. dass (Zitat:) "durch die Zunahme der
>potentiellen Kläger (...) eine Klagewelle wie auch ein möglicher finanzieller
>Ruin auf die betroffenen hobbytreibenden CB-Funker aufkommen kann".
>
>Weitere Kritikpunkte befassen sich auf die Störfestigkeit der Bordelektronik
>von Kraftfahrzeugen und mit der - nach Auffassung der DFA - unfallträchtigen
>Bedienung von SSB-Geräten während der Fahrt.
>
>Der vollständige Beitrag der DFA ist unter http://tinyurl.com/dfa-ssb-kritik
zu
>finden.
>
>Worum geht es bei der von der DFA kritisierten Projekt? Es geht darum,
>europaweit einheitliche ("harmonisierte") Vorschriften für den CB-Funk zu
>schaffen, die auch AM und SSB umfassen. Bisher gibt es eine solche
europäische
>Regelung nur für den CB-Funk mit 40-Kanal-Geräten in der Modulationsart FM
(mit
>sog. "CEPT-Geräten"). Schrittmacher der Reform sind u.a. die
Bundesnetzagentur
>und die "ECBF Brüssel" sowie die CB-Funk-Hersteller Alan und Stabo. Das
>europäische Normungsinstitut ETSI hat bereits die CB-Funk-Normen überarbeitet
>und dazu einen sog. "Technical Report" erstellt, der im Internet unter
>http://tinyurl.com/TR102626 abgerufen werden kann. Nun müssen sich die in der
>CEPT zusammengeschlossenen europäischen Fernmeldeverwaltungen auf eine
>gemeinsame Entscheidung einigen und diese dann anschließend in ihren Ländern
in
>nationales Recht umsetzen. Dieser Prozess ist langwierig und kann noch
längere
>Zeit in Anspruch nehmen. Die CB-Hersteller haben ein großes Interesse an
einer
>einheitlichen europäischen CB-Regelung, weil dadurch die Prüfverfahren für
die
>Konformitätsbescheinigung und das "Inverkehrbringen" der Geräte erheblich
>vereinfacht werden. CB-Funker in Ländern, in denen bisher nur reine FM-Geräte
>erlaubt sind (z.B. Österreich), erhoffen sich von der neuen Regelung eine
>Erweiterung ihrer technischen Möglichkeiten.
>
>In Deutschland ist die Modulationsart SBB im CB-Funk seit Mai 2002 mit einer
>Sendeleistung von 4 Watt (PEP) erlaubt (das Funkmagazin berichtete). In
Spanien
>und Polen ist SSB bereits seit längerer Zeit mit 12 Watt (PEP) freigegeben.
>Eine Zunahme von Störungen durch SSB-Aussendungen ist bisher weder aus
>Deutschland noch aus anderen EU-Ländern gemeldet geworden.
>
>Mit der Diskussion um die SSB-Sendeleistungserhöhung ist auch die deutsche
>"10-Watt-EIRP-Regelung" wieder in den Blickpunkt gerückt, die in der
>"Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer
>Felder" festgelegt ist. Diese Regelung besagt, dass eine ortsfeste Funkanlage
>mit einer Strahlungsleistung ab 10 Watt EIRP nur dann in Betrieb genommen
>werden darf, wenn die Bundesnetzagentur dafür eine sog.
"Standortbescheinigung"
>ausgestellt hat (Ausnahme: Amateurfunkanlagen). In der Standortbescheinigung
>sind Mindestabstände rund um die Antenne verzeichnet, die Personen einhalten
>müssen, damit sie (nach Ansicht des Behörde) nicht durch elektromagnetische
>Wellen geschädigt werden. Der EIRP-Wert ist eine theoretische Rechengröße,
die
>sich aus der Senderausgangsleistung und dem Gewinn der Antennenanlage
(bezogen
>auf eine theoretische punktförmige Antenne) ergibt. Ein Wert von 10 Watt EIRP
>wird bereits von herkömmlichen CB-Funkanlagen mit einer
Senderausgangsleistung
>von 4 Watt erreicht, wenn die Antennenanlage einen Gewinn von knapp 4 dBi
>aufweist. Das Ausstellen einer Standortbescheinigung ist kostenpflichtig. Die
>Bearbeitung des Antrags kostet derzeit 73 Euro, jede zu bewertende Antenne 92
>Euro (im Falle einer Funkanlage mit einer Antenne also insgesamt 165 Euro.),
>sofern keine Messungen vor Ort anfallen. Jährliche Beiträge werden nicht
>erhoben. Die Standorte von Funkanlagen mit Standortbescheinigung sind in
einer
>Datenbank der BNetzA gespeichert und können - anonymisiert und mit einer
>Ungenauigkeit von bis zu 80 Metern - auf einer Karte im Internet unter
>http://emf.bundesnetzagentur.de abgerufen werden. Adressdaten werden nicht
>öffentlich bekanntgegeben, sondern nur Gemeinden, Kommunen und Landesbehörden
>für deren örtlichen Zuständigkeitsbereich zugänglich gemacht.
>
>- wolf -
>
>© FM-FUNKMAGAZIN
>www.funkmagazin.de
>
>Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche
Medien
>(z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio) übernommen werden.
>
>--
>
>Quelle: http://www.funkmagazin.de/090110.htm
>
>73 de Hans!
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