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FFL0EV > DARC     17.08.26 14:27l 50 Lines 2389 Bytes #999 (7) @ BCMNET
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Subj: Was eine Sofi mit der Kurzwelle macht
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Funkwellenausbreitung
Was eine Sofi mit der Kurzwelle macht

Die diesjährige Sonnenfinsternis hatte ein breites mediales Echo 
gefunden. Auch, wenn in Deutschland der Mond die Sonne nur zu rund 
85% bedeckte. Dennoch war unter Funkamateuren und Kurzwellenhörern 
die Frage, inwieweit das Effekte auf die Kurzwellenausbreitung hat. 
Funkwetterexperte Christian Reiber, DL8MDW, vom DARC HF-Referat 
erläuterte heute bei Radio DARC die Zusammenhänge. Die Auswirkungen 
einer totalen Sonnenfinsternis sind eigentlich am deutlichsten dort 
zu spüren, wo es wirklich dunkel wird, so Christian. Hier sein 
Bericht.

Eine totale Sonnenfinsternis erlaubt es, der Ionosphäre ein wenig 
in die Karten zu schauen. Allerdings sollte man sich dafür im oder 
zumindest nahe des Kernschattens befinden, also der Zone der totalen 
Verfinsterung, die letzten Mittwoch von Grönland und Island kommend 
über den Ostatlantik, Nordspanien und die Balearen verlief.

Dort kann man dann beobachten, wie die D-Region rapide ihre dämpfende 
Wirkung auf die Kurzwelle verliert, weil ohne Sonne die Ionisation 
unmittelbar aufhört und die noch relativ hohe Gasdichte in etwa 60 km 
Höhe dazu führt, dass die freien Elektronen binnen weniger Sekunden 
vollständig rekombinieren. Der E-Region passiert kurz darauf dasselbe, 
und dann ist die Bahn frei zur F-Region. Hier rekombinieren die 
Elektronen nur noch sehr langsam zu neutralen Atomen, drei Minuten 
ohne Sonne bleiben da praktisch ohne Wirkung. Und so kann man dann im 
Kernschatten mitten am Tag auf 80 und sogar 160 Meter QSOs machen. 
Aber eben nur diese paar Minuten, denn ebenso schnell, wie D- und 
E-Region verschwunden waren, tauchen sie auch wieder auf, sobald die 
Sonne wieder strahlt.

Abgesehen davon ist eine totale Sonnenfinsternis natürlich vor allem 
optisch ein absolutes Ausnahmeerlebnis. In Deutschland müssen wir 
darauf bis 2081 warten, aber am 2. August des nächsten Jahres gibt es 
bereits die nächste in Europa. Und wieder hat Spanien das Glück, dabei 
zu sein, allerdings nur der äußerste Süden. Diese Finsternis wird eine 
außergewöhnlich lange Totalitätsphase haben, etwa viereinhalb Minuten 
in Gibraltar und fast sechseinhalb Minuten im südlichen Ägypten. 

--

Quelle: https://www.darc.de/home/

 * Mit freundlicher Genehmigung vom DARC e.V. ins Packet Radio übernommen *

Funkfreunde Landshut e.V.
www.funkfreundelandshut.de

 


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