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DHH841 > FUNK     09.10.11 10:55l 168 Lines 7908 Bytes #999 (360) @ BAY
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Subj: Re: Herbsttagung der DFA in Langenhagen (Rückblick)
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Nachtrag vom 3. Oktober 2011:
Die DFA hat unter
www.deutsche-funk-allianz.de/News/01.10.2011_Die_DFA-Herbstp.htm einen Beitrag
über ihre Tagung veröffentlicht.

73 de Hans!


From: DHH841 @ DBO841.#NDB.BAY.DEU.EU (Hans)
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>
>Herbsttagung der DFA in Langenhagen (Rückblick)
>
>Am 24. September 2011 fand in Langenhagen bei Hannover die Herbsttagung der
>Deutschen Funk-Allianz (DFA) statt.
>
>An der Veranstaltung nahmen acht stimmberechtigte Delegierte ("Abgeordnete")
>aus vier Mitgliedsvereinigungen sowie zwei Fördermitglieder teil. Außerdem
>waren zahlreiche Gäste anwesend, darunter kurzzeitig der stellvertretende
>Bürgermeister der Stadt Langenhagen, Willi Minne. Insgesamt waren mehr als 30
>Personen erschienen. Gastgeber war der Funkstammtisch Langenhagen.
>
>Freddy Sternkopf vom Funkstammtisch Langenhagen begrüßte die Teilnehmer mit
>launigen Worten. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Langenhagen,
>Willi Minne, sprach ein kurzes Grußwort, in dem er die Bedeutung der Stadt
>Langenhagen hervorhob.
>
>Der Vorsitzende der DFA, Hans Bestobka bedankte sich für die sehr gute
>Zusammenarbeit mit dem Ehrenvorsitzenden Harald Westermann, der ihn mit Rat
und
>Tat unterstütze. Er freute sich über die rege Teilnahme an der Versammlung
und
>insbesondere über die Aufnahme von fünf neuen Mitgliedern. 
>
>Die stellvertretende Vorsitzende Angela Steingräber fand scharfe Worte: Der
>Vorstand habe nicht richtig arbeiten können, weil ihm wichtige Papiere
fehlten,
>um tätig zu werden. Außerdem sei der Informationsfluss seitens der Mitglieder
>immer noch sehr dürftig. Auch die Arbeit innerhalb des Vorstands sei
schlecht.
>Es sei zu überlegen, ob Vorstandsmitglieder nicht zwei Ämter übernehmen
>könnten; dazu sei jedoch eine Satzungsänderung erforderlich.
>
>Hans Bestobka erwähnte kurz - ohne Namensnennung - den Fall eines ehemaligen
>DFA-Vorstandsmitglieds, der im Internet einer angeblichen Urkundenfälschung
>bezichtigt wurde. Hans Bestobka erklärte dazu, dass die DFA derzeit keinen
>Grund sehe, in dieser Sache tätig zu werden. Es handele sich um eine
>Privatangelegenheit des Betroffenen; der Verein habe damit nichts zu tun.
>
>Der Ehrenvorsitzende der DFA, Harald Westermann, verlas den Kassenbericht,
aus
>dem hervorging, dass die Finanzlage der DFA stabil ist. Der Bericht wurde von
>Walter Nehrenheim erstellt, der an der Tagung nicht teilnehmen konnte. Walter
>Nehrenheim war im Mai 2011 kommissarisch als Kassenwart eingesetzt worden,
>nachdem der damalige Kassenwart Kurt Lorsbach sein Amt aufgegeben hatte.
>
>Die zunächst angedachte Wahl eines neuen Kassenwarts konnte nicht
stattfinden,
>weil sie in der Einladung nicht formgerecht angekündigt war. Daraufhin wurde
>der Dortmunder Funkfreund Lothar Lotz vom Vorstand als kommissarischer
>Kassenwart eingesetzt. 
>
>Ein Antrag von Freddy Sternkopf, bei dem es um eine organisatorische
>Dezentralisierung der DFA ging, wurde zurückgestellt, weil der Inhalt vom
>Antragsteller aus Zeitgründen noch nicht ausformuliert werden konnte.
>
>Eine kurze Diskussion gab es um das DFA-Mitglied Ralph Finger. Ihm droht
wegen
>dreimaliger Nichtzahlung des Vereinsbeitrags der Ausschluss. Über den
>Ausschluss und die Durchsetzung finanzieller Forderungen soll nun -
>möglicherweise unter Hinzuziehung des Vereins-Anwalts - beraten werden. Ralph
>Finger hatte auf einer DFA-Tagung im März 2009 für Aufsehen gesorgt, als er
>ankündigte, eine von ihm gegründete "Trucker Gateway Federation" wolle
entlang
>der Autobahnen ein Netz von eQSO-Gateways aufbauen. Dieses Projekt wurde nie
>realisiert; es stellte sich heraus, dass die DFA von Ralph Finger offenbar
>getäuscht worden war. Freddy Sternkopf erklärte dazu, dass eine "Trucker
>Gateway Federation" in der damals behaupteten Form nie existent gewesen sei. 
>
>Breiten Raum nahm die Diskussion um den Entwurf einer geänderten
>Allgemeinzuteilung für den CB-Funk ein. Der "Ehrenbeirat" der DFA, Mathias
>Czaja, erläuterte die Problematik, dass die höchstzulässige Leistung im
CB-Funk
>in der rechnerischen Größe "ERP" festgelegt ist. Weil sich der ERP-Wert aus
der
>Senderausgangsleistung plus dem Gewinn der Antennenanlage (in dBd) ergibt,
>dürfe (bei einer Senderausgangsleistung von 4 Watt) die Antenne nur null dBd
>"Gewinn" aufweisen, um den Wert von 4 Watt ERP einzuhalten. Weil jedoch die
>meisten Stationsantennen einen höheren Gewinn aufweisen, seien viele
>CB-Funkanlagen schon heute nicht vorschriften-konform. Bisher habe sich
niemand
>darum gekümmert; mit der Einführung von 12 Watt SSB könne sich dies jedoch
>ändern. 
>
>Um die Vorschriften genau einzuhalten, müssten entweder sehr kurze Antennen
>ohne Gewinn benutzt werden oder extrem lange Antennenkabel, die durch ihre
>Dämpfung das an der Antenne anliegende Signal auf das nötige Maß reduzieren.
>Denkbar sei auch die Verwendung von zwei Antennen - einer gewinnbringenden
>Empfangs-Antenne und einer Sende-Antenne ohne Gewinn, um den ERP-Wert
>einzuhalten. 
>
>Der Pressesprecher der DFA, Hans-Werner Hoppe, verteilte dazu eine Tabelle
und
>Diagramme, aus denen hervorgeht, welche ERP- und EIRP-Werte sich - abhängig
von
>der Kabellänge - bei Senderausgangsleistungen von 4 und 12 Watt ergeben.
>
>Mathias Czaja sprach auch das Thema "Standortbescheinigung" an. Eine solche
>Standortbescheinigung ist für ortsfeste Funkanlagen mit einer
>Strahlungsleistung ab 10 Watt EIRP erforderlich (Ausnahme:
Amateurfunkstellen).
>Durch die zu erwartende 12-Watt-SSB-Regelung ist dieses Thema für CB-Funker
>wieder in den Blickpunkt gerückt. Mathias Czaja hält es für nicht
>ausgeschlossen, dass neben den einmaligen Kosten für die Ausstellung einer
>Standortbescheinigung durch die BNetzA (Anmerkung der Red.: 165 Euro für die
>Bewertung einer Antenne, wenn keine Messungen erforderlich sind) später
>möglicherweise auch jährliche Beiträge erhoben werden. Problematisch sei
auch,
>dass die Standorte solcher Funkanlagen in der Standort-Datenbank der BNetzA
>erfasst werden und damit öffentlich abrufbar sind.
>
>Wolfgang Fricke vom Funkmagazin erklärte, dass die Bemessung der
>Strahlungsleistung in "ERP" im CB-Funk nicht neu sei; es gebe sie bereits
seit
>dem Jahre 2003. Bedenklich sei, dass im Entwurf der neuen Allgemeinzuteilung
>die bisherige "hilfsweise" Angabe der zulässigen Senderausgangsleistung an
der
>Antennenbuchse des Geräts entfallen sei; außerdem sei die Fußnote, dass die
>BNetzA bei Rundstrahlantennen grundsätzlich von null dBd Gewinn ausgeht, im
>Entwurf nicht mehr vorhanden. Der Hinweis, dass bei Verwendung von
>Richtantennen nicht der ERP-Wert, sondern die der Antenne tatsächlich
>zugeführte Leistung gilt, sei im Entwurf extrem missverständlich formuliert;
>hier müsse unbedingt nachgebessert werden. Die Erfordernis einer
>Standortbescheinigung sei bei CB-Funkanlagen praxisfremd und
>unverhältnismäßig.
>
>Die BNetzA hatte um Kommentierung ihres Entwurfs gebeten. Mathias Czaja wird
>für die DFA eine solche Kommentierung ausarbeiten und die DFA will diese
>fristgerecht bei der BNetzA einreichen.
>
>Freddy Sternkopf ehrte abschließend 16 besonders aktive Teilnehmer des
>Sprachfunknetzwerks eQSO-CBPMR: Acht Mitarbeiter des wöchentlichen
>eQSO-CBPMR-Funkspruchs und acht Teilnehmer einer "Nachteulen-Runde" erhielten
>je eine dekorativen Urkunde. Harald Westermann wurde mit dem Titel
>"Ehren-Nachteule" ausgezeichnet :-)
>
>Die nächste Tagung der Deutschen Funk-Allianz wird voraussichtlich im Rahmen
>eines CB-Funkertreffens in Lauchhammer (Brandenburg) stattfinden.
>
>- wolf -
>
>© FM-FUNKMAGAZIN
>www.funkmagazin.de
>
>Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche
Medien
>(z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio) übernommen werden.
>
>--
>
>Quelle: http://www.funkmagazin.de/250911.htm
>
>73 de Hans!
 


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