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Frühjahrs-Tagung der DFA in Neustadt (Rückblick)

Am Samstag, dem 8. Mai 2010 fand in Neustadt (Hessen) die
Frühjahrs-Mitgliederversammlung der Deutschen Funk-Allianz (DFA) statt. 

An der Versammlung nahmen elf Delegierte ("Abgeordnete") aus sieben
Mitgliedsvereinigungen teil. Kassenwart Walter Nehrenheim konnte wegen eines
Krankenhausaufenthalts nicht teilnehmen und war zeitweise per Video-Chat
zugeschaltet. Als Gäste waren u.a. Jürgen Langendörfer mit seiner Gattin und
Wolfgang Fricke vom Funkmagazin sowie kurzzeitig der Erste Stadtrat von
Neustadt, Werner Kappel, und ein Vertreter der örtlichen Presse anwesend.

Der Vorsitzende der DFA, Harald Westermann, krisierte in seinem
Vorstandsbericht scharf die mangelnde Mitarbeit der Mitgliedsvereine. Von dort
kämen nach wie vor zu wenig Informationen. Zur laufenden Diskussion um die
geplante "12-Watt-SSB-Regelung" erklärte Westermann, die DFA sei "dafür, dass
wir 12 Watt kriegen". Die DFA kritisiere jedoch die Art und Weise, wie diese
Regelung "durchgedrückt werden soll".

Harald Westermann berichtete außerdem, dass die im vergangenen Jahr von der
Mitgliederversammlung beschlossene Satzungsänderung und die damals gewählten
neuen Vorstandsmitglieder vom zuständigen Gericht in das Vereinsregister
eingetragen wurden. Damit seien auch diese Vorgänge rechtlicht korrekt
abgeschlossen.

Für die Verdienste um die DFA wurden der stellv. Vorsitzende Randolph Rauer und
einer der Webmaster des Vereins, Bernd Günter, mit je einer Urkunde geehrt. Den
bei der Versammlung anwesenden Damen überreichte Harald Westermann als Zeichen
der Wertschätzung einen kleinen Blumentopf.

Bei den anstehenden Wahlen wurde Mathias Czaya zum Kassenprüfer gewählt.

Mathias Czaya nahm auch - wie schon im vergangenen Jahr - nochmals ausführlich
zu der geplanten "12-Watt-SSB-Regelung" Stellung. Seiner Auffassung nach sind
die bisherigen Untersuchungen zum möglichen Störpotenzial von
12-Watt-SSB-Geräten "nicht schlüssig" - inbesondere dann nicht, wenn diese als
Feststationen betrieben werden. So seien bei den Untersuchungen z.B. keine
Messungen an häuslichen Computern, Powerline-Installationen, Set-Top-Boxen und
anderen Geräten der Haushalts- und Unterhaltungselektronik vorgenommen worden.
Czaya befürchtet eine erhebliche Zunahme von Störungen durch
12-Watt-SSB-Feststationen und dadurch ein Kostenrisiko für die Betreiber
solcher Anlagen. Er wies außerdem darauf hin, dass für solche Anlagen eine
kostenpflichtige Standortbescheinigung der BNetzA erforderlich sei und der
Standort der betreffenden Anlage dann registriert und in der Standortdatenbank
der BNetzA abrufbar sei. Wolfgang Fricke wies darauf hin, dass SBB (mit 4 Watt)
im CB-Funk in Deutschland bereits seit acht Jahren erlaubt ist und dass weder
von der BNetzA noch von den Fernmeldeverwaltungen anderer Ländern, in denen
z.B. 12 Watt erlaubt sind, nennenswerte Störungen durch SSB gemeldet worden
sind.

Die nächste Mitgliederversammlung der DFA wird voraussichtlich am 25. September
2010 in Lüdenscheid stattfinden.

- wolf -

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Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche Medien
(z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio) übernommen werden.

--

Quelle: http://www.funkmagazin.de/090510.htm

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